Geschichte Westdorf

Die Gemeinde Westdorf

Geschichtliche Entwicklung

Die Gemeinde Westdorf gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Aschersleben/Land im Landkreis Aschersleben-Staßfurt und liegt an der südwestlichen Grenze der Stadt Aschersleben.

Der Ort Westdorf wird in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahre 956 erstmalig urkundlich erwähnt.

Der Ort Westdorf-Westort, Westdorf und in Vorzeiten Wedelisdorf genannt, ist eine uralte Siedlung. Seine Anlage fällt vermutlich in das 6. Jahrhundert. Das Dorf stand in den ersten Jahrhunderten unserer Zeit unter askanischer Herrschaft. Dem folgte die Zeit der fränkischen Kaiserlinge von 1024-1125. Im 13. Jahrhundert gehörte Westdorf unter Graf Otto von Askanien zu Aschersleben.

Im Dreißigjährigen Krieg verloren viele Familien, Handwerker und Bauern ihr Hab und Gut. Zu den ältesten baulichen Anlagen vergangener Jahrhunderte zählt die Sankt Georg Kirche und das ehemalige Rittergut. Vom Rittergut existiert nur noch ein Wirtschaftsgebäude aus jüngerer Zeit. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde das Rittergut enteignet und unter den ehemaligen Landarbeitern aufgeteilt. Es entstanden 19 Neubauern-Siedlungen und in der Ortslage gründeten 25 Bauern ihre Existenz.

Die landwirtschaftliche Prägung des Ortes entwickelte sich an der südwestlichen Ortsrandlage von Westdorf. Die eigentliche Ortslage im Talbereich entwickelte sich zum Wohnort. Von 1973 bis 1989 entstanden Einfamilienhäuser an der Westdorfer Chaussee und am Stadtweg.

Die baulichen Strukturen in der historischen Ortslage blieben ohne große Werterhaltungsmaßnahmen bis 1989 erhalten. Nach 1990 entwickelte sich der Ort von einem bäuerlichen zu einem Wohnort.

Die Landwirtschaft spielt für die Ortslage eine untergeordnete Rolle.